Montag, 3. Juli 2017

“There's no way around grief and loss: you can dodge all you want, but sooner or later you just have to go into it, through it, and, hopefully, come out the other side. The world you find there will never be the same as the world you left.” 
― 
Johnny Cash, Cash

Freitag, 13. November 2015

Frage

Die Geschichte wiederholt sich. Willst du wirklich zusehn?
Die Frage bewegt mich und brennt mir im Herzen.
Und irgendwie tröstet mich da gerade ein Gedicht von Erich Fried:

Unsere Politik ist
wo immer das geht
unsere Politik
nicht Politik zu nennen

Wir sind daher froh
und finden es dankenswert
daß unsere Feinde
Politik eng einschränken wollen

und daß sie Literatur
und Kunst und Allgemeinbildung
als integrierbar
kampflos uns überlassen

Dienstag, 4. März 2014

Der rote Faden


SABBATICAL

Ein Jahr frei nehmen.
Nicht in vielen Berufen möglich.
Zum einen bin ich dankbar für diese Möglichkeit.
Zum andern stellte ich an dieses Jahr auch Erwartungen, die ich nicht klar definieren konnte/kann.
War mein erstes Sabbatical 2005/2006 strukturiert, klar geplant, so ist dieses nun „das ganz andere Sabbatical“.

Und so ist es nun, wie es ist.
Gut, aber anders.

Bedeutet: Viel weniger geplant, viel mehr unmittelbar im 'Jetzt' leben, Unklarheiten aushalten.

Einen ganz zarten, roten Faden(*) kann ich seit etwa einer Woche entdecken.

Ob er so zart bleibt oder noch an Festigkeit gewinnt, kann ich nicht sagen.
Ein Impuls von außen hat mich angestoßen, euch nun in der Hälfte des Sabbaticals diese Zeilen zu schreiben.

Dieser feine, rote Faden nennt sich zurzeit zwecks Ermangelung eines besseren Ausdrucks 'zum ersten Mal'...

Einiges „erste Male“ haben sich tief eingeprägt, Geschenke sind dabei und manche Fragen.
Die Liste ist nicht chronologisch gehalten, eher eine Gedanken-Reise durch die vergangenen und vor mir liegenden Wochen und Monate.

In diesem Sabbatical habe/werde/war/wurde ich zum ersten Mal (**) …

Montag, 23. Dezember 2013

DAS GANZ ANDERE WEIHNACHTSMÄRCHEN

Es war einmal, etwa drei Tage vor Weihnachten, spät abends. Über dem Marktplatz der kleinen Stadt kamen ein paar Männer gezogen. Sie blieben an der Kirche stehen und sprühten auf die Mauer die Worte "Ausländer raus" . Gespenstische Ruhe. Die Gardinen an den Fenstern der Bürgerhäuser waren schnell wieder zugefallen. Niemand hatte etwas -gesehen.

"Los kommt, wir gehen." "Wo denkst Du hin! Was sollen wir denn da unten im Süden?" "Da unten? Da ist doch immerhin unsere Heimat. Hier wird es schlimmer. Wir tun, was an der Wand steht: ´Ausländer raus´ !"

Tatsächlich: Mitten in der Nacht kam Bewegung in die kleine Stadt. Die Türen der Geschäfte sprangen auf. Zuerst kamen die Kakaopäckchen, die Schokoladen und Pralinen in ihrer Weihnachtsverkleidung. Sie wollten nach Ghana und Westafrika, denn da waren sie zu Hause. Dann der Kaffee, palettenweise, der Deutschen Lieblingsgetränk: Uganda, Kenia und Lateinamerika waren seine Heimat.

Ananas und Bananen räumten ihre Kisten, auch die Trauben und Erdbeeren aus Südafrika. Fast alle Weihnachtsleckereien brachen auf. Pfeffernüsse, Spekulatius und Zimtsterne, die Gewürze aus ihrem Inneren zog es nach Indien. Der Dresdner Christstollen zögerte. Man sah Tränen in seinen Rosinenaugen, als er zugab: Mischlingen wie mir geht´s besonders an den Kragen. Mit ihm kamen das Lübecker Marzipan und der Nürnberger Lebkuchen.

Montag, 18. November 2013

Nur für heute .... danke, Sophia!



Nur für heute – Dekalog der Gelassenheit


Nur für heute

werde ich mich bemühen,

den Tag zu erleben,

ohne das Problem

meines Lebens

Samstag, 9. November 2013

Happy birthday, Nicholas Winton!

Danke Max Lucado bin ich wieder einmal an Nicholas Winton erinnert worden.
Er feierte im Mai seinen 104. Geburtstag und lebte, was der Talmud, das jüdische Gesetzbuch sagt:
"Wer auch nur ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt."
Seine Geschichte findet sich u.a. unter: http://www.powerofgood.net/story.php
oder im Buch von Lucado "Schön, dass es dich gibt".

Freitag, 11. Oktober 2013

PALDIES...

Riga ... Kulturhauptstadt Europas 2014
Liepaja ... "die Stadt, in der der Wind geboren wurde"
Ventspils ... alte Hansestadt
Kolkas Rags ... nördliche Spitze Lettlands mit toooollem Sandstrand
Jurmala ... altes Seebad
PALDIES ... an meine lettischen Freunde, an Lettland ... es waren zehn wunderschöne Tage bei euch!

Montag, 30. September 2013




Lettland, das Land, das singt...
Lettland  Fotograf: Britta Pedersen

Samstag, 28. September 2013

Open Air Kino...Pyjama Party...Kissenschlacht...

Gerade 10 Jahre LENA gefeiert.
Mit tollen Schulfreunden.
Mit Open Air Kino voll Spannung, eingekuschelt in warme Wolldecken...und das Wetter spielte mit.
Mit einer durchwachten Nacht voller spannender Geschichten...
Und wildesten Kissenschlachten...
Einfach ... SCHÖN !
...und der Countdown läuft...am Dienstag geht's nach Lettland...

Mittwoch, 25. September 2013

Nach vielen Tagen in Frankreich...
....Felletin, Cluny, Taizé war ich jetzt einige Tage
...in Oberösterreich, im schönen Mühlviertel.
Dazwischen gestreut waren zwei Tage in Linz, ein Tag in Graz und nun geht es morgen in dieses wunderschöne, kleine Land westlich von Österreich...mit einem Namen, der auf der Zunge zerschmilzt (wie die Schoggi;)
Und irgendwie noch ganz unvorstellbar...nächste Woche bin ich mit meiner halben Familie in Lettland.
Zum dritten Mal in Riga (ich liebe das Hotel Albert....Einstein gewidmet) und ich freue mich auf meine Freundin Iveta.
Wir werden sie besuchen und sicher ganz viele Einblick in Land und Leute gewinnen. Einfach genial!
Ich liebe die Kirchenväter...spannend, immer mal wieder zu lesen, was sie denn so schrieben.

Dadurch entdeckte ich Dorotheus von Gaza, 6. Jahrhundert.
Und er zeichnet das Bild von einem Kreis, den man zeichnen soll, damit:
„...stellt euch vor, der Kreis ist die Welt und der Mittelpunkt des Kreises Gott.
Die Linien vom Kreis zum Mittelpunkt sind dabei die Lebenswege der Menschen.
Wenn nun die Glaubenden in das Innere des Kreises vorstoßen, weil sie Gott nahe sein wollen, dann kommen sie nicht nur Gott, sondern auch einander immer näher.
Je mehr sie sich Gott nähern, desto näher kommen sie sich untereinander, und je mehr sie sich gegenseitig annähern, desto näher kommen sie zu Gott.“
(S. 133/4, aus: Seele der Welt, Texte von Christen der ersten Jahrhunderte)

Freitag, 2. August 2013

"Man muss sich einfache Ziele setzen, 
dann kann man sich komplizierte Umwege erlauben." 
Charles de Gaulle
Ich traf ihn an der Gabelung eines Weges. 
Er trug nichts bei sich als seinen Umhang und einen Stab; 
und auf seinem Antlitz lag ein Schleier von Schmerz. 
Wir grüßten einander, und ich sprach: 
"Komm in mein Haus, und sei mein Gast." 
Und er trat näher. 
Mein Weib und meine Kinder kamen uns 
an der Türschwelle entgegen; 
lächelnd blickte er sie an, 
und sie freuten sich über sein Kommen. 
Dann saßen wir gemeinsam am Tisch 
und fühlten uns glücklich mit ihm, 
denn es umhüllten ihn Ruhe und Geheimnis. 
Nach dem Abendmahl setzten wir uns um das Feuer, 
und ich fragte ihn nach seinen Wanderungen. 
In dieser Nacht hörten wir viele Geschichten, 
und auch am folgenden Tag -
doch was ich nun wiedergebe, 
wurde aus der Schwere seines Lebens geboren, 
obwohl er selbst gütig war 
und nur seine Geschichten 
den Staub und die Mühsal seines Weges atmeten. 
Und als er nach drei Tagen wieder von uns ging, 
da spürten wir, daß der Gast uns nicht wirklich verlassen hatte; 
eher war es so, daß einer von uns 
draußen im Garten stand und noch nicht eingetreten war.
Khalil Gibran, The Wanderer

Samstag, 20. Juli 2013

Das Buch vom mönchischen Leben 
Rainer Maria Rilke (1875-1926)
 
...Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.
 
Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,
und ich kreise jahrtausendelang;
und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang.... [1899]

Dienstag, 14. Mai 2013

...und wieder einmal...Martin Gutl

                                                    Pfingsten
Sie sammelten die Reste
ihrer Freundschaft ein.
Es reichte nicht aus,
unterm Kreuz bei ihm zu sein.
Sie saßen weitab
mit angstvollen Augen,
während Er starb.
Ernüchtert bis zum Ekel,
enttäuscht bis in die Wurzel des
Herzens hinein,
Wesen zwischen Welt und Unterwelt,
Jünger, Apostel, Erwählte,
Sehende, die doch nichts sahen,
Hörende, die doch nichts hörten,
Glaubende, die doch nichts glaubten,
unerweckt, unerleuchtet, Opfer der Angst,
Erben eines Gekreuzigten.
Bis der Geist kam und
ihre Bilder von Jesus verbrannte
und ihre Träume von Macht
verwehte.
Da erhob sich der
schmerzscheue Petrus
und begann, lebensgefährlich zu
reden
wie Isaias und Jeremias zuvor,
und kein Kreuz konnte ihn
hindern daran,
allen Menschen zu sagen:
Der Gekreuzigte lebt!

Montag, 10. Dezember 2012

Martin Gutl ! Ich liebe seine Texte....

Alles drängt zur Ewigkeit ...Häng dich nicht mit innerster Kraft, die du für das Letzte brauchst, an vorletzte Dinge! Deine Zeit ist im Kommen. Der Morgen dämmert. Die Instrumente werden gestimmt. Der Dirigent ist schon da. Er hat den Taktstock erhoben. Alles bereitet sich vor auf das Fest. Sammle dich für den großen Tag! Wehe, du denkst verbissen an vergangene Tage, wenn das Fest beginnt. Dann wirst du abseits stehen und erst das Loslassen üben. Du wirst nachlernen müssen, was du auf Erden versäumt hast. (Martin Gutl, Loblied vor der Klagemauer, Graz/Wien/Köln [Verlag Styria]

Montag, 19. November 2012

Kino...einige Tipps

Filme, Dokumentationen, die mich bewegt haben/bewegen: "Drei Brüder à la carte" "Mama Illegal" "Und wenn wir alle zusammenziehen" "Geh und lebe" Danke an unsere tollen Kinos...in Radstadt, in Gröbming...ihr seid super!!

Montag, 2. Januar 2012

Neujahrsrätsel

Neujahrsrätsel

Du fährst mit dem Auto eine konstante Geschwindigkeit.
Auf deiner linken Seite ist ein Abhang.
Rechts fährt ein riesiges Feuerwehrauto mit gleichem Tempo.
Vor dir galoppiert ein Schwein und lässt dich nicht vorbei.
Hinter dir verfolgt dich ein Hubschrauber.
Was machst du?

Montag, 26. Dezember 2011

Weihnachtsliche Seligpreisungen

Weihnachtliche Seligpreisungen

Selig, wer sich von der Ohnmacht
der Liebe Jesu in der Krippe und später
am Holz des Kreuzes mehr leiten lässt
als von allen anderen Machtansprüchen.

Selig, wer dem Wunder der Weihnacht
mehr traut
als den Berechnungen, Statistiken,
Prognosen und Prophezeiungen unserer Zeit.

Selig, wer sich mehr vom Stern
des neu geborenen Königs leiten lässt
als von den geheimen Verlockungen
der Selbstbeweihräucherung.

(Paul Weismantel, Wache und warte!
Abendlicher Adventkalender 2011, Kemmern [weis-texte-Verlag] 2011)

Sonntag, 4. Dezember 2011

Versöhnung

Maximilian Gottschlich
"Versöhnung"
Spiritualität im Zeichen von Thora und Kreuz
Spurensuche eines Grenzgängers
ISBN 978-3-205-77658-1

Christentum ist nicht ohne Judentum.
Dieser Umstand wird von vielen Christen weithin tabuisiert und ignoriert.
Immer noch trifft zu, was der Theologe Karl Barth einmal so formulierte:
"Die Kirche ist den Juden, denen sie alles schuldet, bis zum heutigen Tag alles schuldig geblieben."
Dieses Buch macht deutlich:
Christliche Spiritualität "nach Auschwitz" kann nur eine Spiritualität der Versöhnung sein - im wahrhaften Dialog mit dem Judentum, aus dem auch der gläubige Jude Jesus schöpfte.