Sonntag, 7. August 2011

Impuls 2

ich vertraue dem,
der den duft des himmels
riechen kann,
mehr als einem,
der ihn mir erklären möchte.

nia

Impuls

Einkehren
unter das Dach
der Stille.
Übergangenes finden,
Verlorenes bergen,
dich hervorholen
aus deinen Verschüttungen.

Antje Sabine Naegeli

Sonntag, 15. Mai 2011

Zehn Tage Frankreich...
27 SchülerInnen...
Paris & Cannes...
zwei Flüge...
eine TGV Fahrt quer durch Frankreich...
vielleicht einen Blick auf die Stars bei den Filmfestspielen in Cannes...
nonstopp Programm...
wenig Schlaf...
was will man mehr?

Und:
Definitiv cool, ein Lehrer zu sein!

Sonntag, 8. Mai 2011

Kinder...

Bleibt mir weg mit aller Weisheit, die nicht weinen kann, mit aller Philosophie , die nicht lachen kann und mit aller Größe, die sich nicht beugen kann im Angesicht von Kindern.
Khalil Gibran


Jedes neugeborene Kind bringt die Botschaft, dass Gott sein Vertrauen in die Menschheit noch nicht verloren hat
Tagore


Es ist nicht leicht, Kind zu sein! Es ist schwer, ungeheuer schwer. Was bedeutet es, Kind zu sein? Es bedeutet, dass man ins Bett gehen, aufstehen, sich anziehen, essen, Zähne und Nase putzen muss, wenn es den Großen passt, nicht wenn man es möchte. Es bedeutet ferner, dass man, ohne zu klagen, die ganz persönlichen Ansichten eines x-beliebigen Erwachsenen über sein Aussehen, seinen Gesundheitszustand, seine Kleidungsstücke und Zukunftsaussichten anhören muss. Ich habe mich oft gefragt, was passieren würde, wenn man anfinge, die Großen in dieser Art zu behandeln.
aus: Astrid Lindgren und die Kindererziehung, Leserbrief aus Dagens Nyheter,


Gescheite Leute waren unter ihnen, zugegeben, auch unter den Lehrern. Aber war nicht das eine schon merkwürdig und verdächtig, daß unter allen diesen "großen" Leuten, welche doch alle vor einiger Zeit selbst Kinder gewesen waren, so sehr wenige sich fanden, die es nicht vollkommen vergessen und verlernt hatten, was ein Kind ist, wie es lebt, arbeitet, spielt, denkt, was ihm lieb und leid ist? Wenige, sehr wenige, die das noch wußten!
Herrmann Hesse - Kindheit eines Zauberers


Ein Vater kann seinem Kind die Nase und die Augen und sogar den Verstand zum Erbe mitgeben, aber nicht die Seele. Die ist in jedem Menschen neu.
Herrmann Hesse - Knulp


Viele Lehrer halten Kinder für unreife Erwachsene. Hielten wir die Erwachsenen für verkümmerte Kinder, würde das zu einem besseren Unterricht führen. So viele 'gut angepasste' Erwachsene sind verbittert, unschöpferisch, voller Ängste, ohne Phantasie und ziemlich feindselig. Statt anzunehmen, sie seien so geboren oder das sei eben die Bürde des Erwachsenenseins, können wir sie als Menschen ansehen, die durch ihre Erziehung kaputtgemacht wurden.
Keith_Johnstone - der Begründer des Improvisationstheaters



Wenn man einem Kind Moral predigt, lernt es Moral predigen, wenn man es warnt, lernt es warnen, wenn man mit ihm schimpft, lernt es schimpfen, wenn man es auslacht, lernt es auslachen, wenn man es demütigt, lernt es demütigen, wenn man seine Seele tötet, lernt es töten. Es hat dann nur die Wahl, ob sich selbst, oder die anderen oder beides.
Alice Miller, Am Anfang war Erziehung


Das Kind muss nicht erst Mensch werden, es ist schon einer.
Janusz Korczak


Das Wichtigste, das ein Vater für seine Kinder tun kann, ist, ihre Mutter zu lieben.
Henry Ward Beecher


Der Umgang mit Kindern hat für einen verständigen Menschen unendlich viel Interesse. Hier sieht er das Buch der Natur in unverfälschter Ausgabe aufgeschlagen.

Adolph Freiherr Knigge, Über den Umgang mit Menschen


Die Aufgabe der Umgebung ist nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren.
Maria Montessori

Freitag, 15. April 2011

Ostern in Jerusalem ... April 2011

Die Luft der Berge ist klar wie Wein,
Und der Duft der Pinien schwebt auf dem Abendhauch
und mit ihm, der Klang der Glocken.
Und im Schlummer von Baum und Stein,
gefangen in ihrem Traum;
liegt die vereinsamte Stadt und in ihrem Herzen eine Mauer.

Jerusalem aus Gold und aus Kupfer und aus Licht,
lass mich doch, für all deine Lieder, die Geige sein.
Aber als ich heute kam, um für Dich zu singen,
und Dir Kronen zu binden,
da bin ich doch das geringste all Deiner Kinder,
der letzte dem es zustünde, Dich zu besingen.

Brennt doch Dein Name auf den Lippen,
wie ein Kuss der Serafim:
Wenn ich Dein vergäße -
Jeruschalajim, Du ganz und gar Goldene.
Jerusalem aus Gold und aus Kupfer und aus Licht,
lass mich doch, für all deine Lieder, die Geige sein.

Ja, wir sind zurückgekehrt,
zu den Brunnen, zum Markt und Deinen Plätzen.
Der Klang des Schofars hallt über dem Berg, dort in der Altstadt.
Und in den Höhlen am Felsen scheinen Tausende von Sonnen.
Lass uns wieder hinabsteigen zum Toten Meer,
über die Straße nach Jericho.

Jerusalem aus Gold und aus Kupfer und aus Licht,
lass mich doch, für all deine Lieder, die Geige sein.

(Nomi Shemer)

Dienstag, 12. April 2011

/noch ein Wortzauberer...Hermann Hesse/


Der Heiland


Immer wieder wird er Mensch geboren,
Spricht zu frommen, spricht zu tauben Ohren,
Kommt uns nah und geht uns neu verloren.
Immer wieder muss er einsam ragen,
Aller Brüder Not und Sehnsucht tragen,
Immer wieder wird er neu ans Kreuz geschlagen.
Immer wieder will sich Gott verkünden,
Will das Himmlische ins Tal der Sünden,
Will ins Fleisch der Geist, der ewige, münden.
Immer wieder, auch in diesen Tagen,
Ist der Heiland unterwegs, zu segnen,
Unsern Ängsten, Tränen, Fragen, Klagen
Mit dem stillen Blicke zu begegnen,
Den wir doch nicht zu erwidern wagen,
Weil nur Kinderaugen ihn ertragen.

Samstag, 9. April 2011

Was es ist

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe

/Erich Fried...ein Wortzauberer/