Pfingsten
Sie sammelten die Reste
ihrer Freundschaft ein.
Es reichte nicht aus,
unterm Kreuz bei ihm zu sein.
Sie saßen weitab
mit angstvollen Augen,
während Er starb.
Ernüchtert bis zum Ekel,
enttäuscht bis in die Wurzel des
Herzens hinein,
Wesen zwischen Welt und Unterwelt,
Jünger, Apostel, Erwählte,
Sehende, die doch nichts sahen,
Hörende, die doch nichts hörten,
Glaubende, die doch nichts glaubten,
unerweckt, unerleuchtet, Opfer der Angst,
Erben eines Gekreuzigten.
Bis der Geist kam und
ihre Bilder von Jesus verbrannte
und ihre Träume von Macht
verwehte.
Da erhob sich der
schmerzscheue Petrus
und begann, lebensgefährlich zu
reden
wie Isaias und Jeremias zuvor,
und kein Kreuz konnte ihn
hindern daran,
allen Menschen zu sagen:
Der Gekreuzigte lebt!
Dienstag, 14. Mai 2013
Montag, 10. Dezember 2012
Martin Gutl ! Ich liebe seine Texte....
Alles drängt zur Ewigkeit
...Häng dich nicht
mit innerster Kraft,
die du für das Letzte brauchst,
an vorletzte Dinge!
Deine Zeit ist im Kommen.
Der Morgen dämmert.
Die Instrumente werden gestimmt.
Der Dirigent ist schon da.
Er hat den Taktstock erhoben.
Alles bereitet sich vor auf das Fest.
Sammle dich für den großen Tag!
Wehe, du denkst verbissen
an vergangene Tage,
wenn das Fest beginnt.
Dann wirst du abseits stehen
und erst das Loslassen üben.
Du wirst nachlernen müssen,
was du auf Erden versäumt hast.
(Martin Gutl, Loblied vor der Klagemauer, Graz/Wien/Köln [Verlag Styria]
Montag, 19. November 2012
Kino...einige Tipps
Filme, Dokumentationen, die mich bewegt haben/bewegen:
"Drei Brüder à la carte"
"Mama Illegal"
"Und wenn wir alle zusammenziehen"
"Geh und lebe"
Danke an unsere tollen Kinos...in Radstadt, in Gröbming...ihr seid super!!
Montag, 2. Januar 2012
Neujahrsrätsel
Neujahrsrätsel
Du fährst mit dem Auto eine konstante Geschwindigkeit.
Auf deiner linken Seite ist ein Abhang.
Rechts fährt ein riesiges Feuerwehrauto mit gleichem Tempo.
Vor dir galoppiert ein Schwein und lässt dich nicht vorbei.
Hinter dir verfolgt dich ein Hubschrauber.
Was machst du?
Du fährst mit dem Auto eine konstante Geschwindigkeit.
Auf deiner linken Seite ist ein Abhang.
Rechts fährt ein riesiges Feuerwehrauto mit gleichem Tempo.
Vor dir galoppiert ein Schwein und lässt dich nicht vorbei.
Hinter dir verfolgt dich ein Hubschrauber.
Was machst du?
Montag, 26. Dezember 2011
Weihnachtsliche Seligpreisungen
Weihnachtliche Seligpreisungen
Selig, wer sich von der Ohnmacht
der Liebe Jesu in der Krippe und später
am Holz des Kreuzes mehr leiten lässt
als von allen anderen Machtansprüchen.
Selig, wer dem Wunder der Weihnacht
mehr traut
als den Berechnungen, Statistiken,
Prognosen und Prophezeiungen unserer Zeit.
Selig, wer sich mehr vom Stern
des neu geborenen Königs leiten lässt
als von den geheimen Verlockungen
der Selbstbeweihräucherung.
(Paul Weismantel, Wache und warte!
Abendlicher Adventkalender 2011, Kemmern [weis-texte-Verlag] 2011)
Selig, wer sich von der Ohnmacht
der Liebe Jesu in der Krippe und später
am Holz des Kreuzes mehr leiten lässt
als von allen anderen Machtansprüchen.
Selig, wer dem Wunder der Weihnacht
mehr traut
als den Berechnungen, Statistiken,
Prognosen und Prophezeiungen unserer Zeit.
Selig, wer sich mehr vom Stern
des neu geborenen Königs leiten lässt
als von den geheimen Verlockungen
der Selbstbeweihräucherung.
(Paul Weismantel, Wache und warte!
Abendlicher Adventkalender 2011, Kemmern [weis-texte-Verlag] 2011)
Sonntag, 4. Dezember 2011
Versöhnung
Maximilian Gottschlich
"Versöhnung"
Spiritualität im Zeichen von Thora und Kreuz
Spurensuche eines Grenzgängers
ISBN 978-3-205-77658-1
Christentum ist nicht ohne Judentum.
Dieser Umstand wird von vielen Christen weithin tabuisiert und ignoriert.
Immer noch trifft zu, was der Theologe Karl Barth einmal so formulierte:
"Die Kirche ist den Juden, denen sie alles schuldet, bis zum heutigen Tag alles schuldig geblieben."
Dieses Buch macht deutlich:
Christliche Spiritualität "nach Auschwitz" kann nur eine Spiritualität der Versöhnung sein - im wahrhaften Dialog mit dem Judentum, aus dem auch der gläubige Jude Jesus schöpfte.
"Versöhnung"
Spiritualität im Zeichen von Thora und Kreuz
Spurensuche eines Grenzgängers
ISBN 978-3-205-77658-1
Christentum ist nicht ohne Judentum.
Dieser Umstand wird von vielen Christen weithin tabuisiert und ignoriert.
Immer noch trifft zu, was der Theologe Karl Barth einmal so formulierte:
"Die Kirche ist den Juden, denen sie alles schuldet, bis zum heutigen Tag alles schuldig geblieben."
Dieses Buch macht deutlich:
Christliche Spiritualität "nach Auschwitz" kann nur eine Spiritualität der Versöhnung sein - im wahrhaften Dialog mit dem Judentum, aus dem auch der gläubige Jude Jesus schöpfte.
Donnerstag, 10. November 2011
Tief berührt von diesem Text....
„Es mag vielleicht seltsam klingen, tiefen Kummer als einen Weg zur Barmherzigkeit anzusehen. Doch es ist so.... Es gibt kein Mitleid und kein Erbarmen ohne viele Tränen....Sieh dir das an, meine Seele, wie ein Mensch einem anderen so viel Schmerz zu bereiten sucht, wie er nur kann;...Solche Klage aus tiefstem Kummer ist Gebet. Es sind so wenig Trauernde in dieser Welt übriggeblieben. Kummer aber ist die Kunst des Herzens, die die Sünde der Welt erkennt und weiß, dass dies der traurige Preis der Freiheit ist, ohne die es ein Aufblühen von Liebe nicht geben kann....Um wie der Vater zu werden, dessen einzige Autorität Mitleiden und Erbarmen ist, habe ich unzählige Tränen zu weinen; so wird mein Herz bereitet, einen jeden aufzunehmen, wie auch immer sein Weg gewesen sein mag und ihm aus einem solchen herzen zu vergeben...... Durch andauernde Vergebung werden wir wie der Vater. Von Herzen vergeben ist sehr, sehr schwer. Es ist beinahe unmöglich.....Diese göttliche Vergebung habe ich in meinem täglichen Leben zu üben. Sie fordert mich auf, alle meine Einwände zu übergehen, die sagen, dass Vergebung unklug, ungesund und nicht praktikabel sei....Sie erwartet schließlich von mir, dass ich den wunden Teil meines Herzens übergehe, der sich verletzt und geschädigt und ungerecht behandelt fühlt; jenen Teil meines Herzens, der die Oberhand behalten und ein paar Bedingungen aufstellen will zwischen mir und dem, der mich um Vergebung bat...Oft muß ich eine Mauer von Gegengründen und widerstrebenden Gefühlen überwinden, die ich zwischen mir und all denen aufgebaut habe, die ich liebe....Der dritte Weg wie der Vater zu werden, ist Großmut...... Um wie der Vater zu werden, muß ich so weitherzig und großzügig werden wie der Vater. Ebenso wie er Vater sein ganzes Selbst an seine Kinder gibt, genauso muß ich mich, mein ganzes Selbst, an meine Brüder und Schwestern geben...Jedesmal, wenn ich einen Schritt in Richtung Großmut tue, weiß ich, dass ich mich von der Angst (um Selbsterhaltung und Überleben) weg zur Liebe hin bewege.
....Kummer, Vergebung und Großmut sind dann drei Wege, auf denen das Bild des Vaters in mir wachsen kann.“ (Henri Nouwen)
....Kummer, Vergebung und Großmut sind dann drei Wege, auf denen das Bild des Vaters in mir wachsen kann.“ (Henri Nouwen)
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